Koffeinfreier Kaffee: Die gesunde Kaffee-Alternative?

Kaffee ohne Koffein: Das sollten Sie wissen!


Koffeinfreier Kaffee – eine gute Alternative?


Koffeinfreier Kaffee kann eine Alternative für Menschen sein, die das Koffein im Kaffee nicht vertragen, oder schlicht nicht wollen. Die Verträglichkeit von Koffein ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen leiden unter Schlafproblemen, wenn sie am späten nachmittag koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen. In seltenen Fällen klagen Betroffene über Magen-Darm-Beschwerden. Wenn die Beschwerden auf das Koffein zurück zu führen sind, treten sie auch beim Genuss von Schwarzen Tee, Cola oder anderen koffeinhaltigen Getränken auf. Häufig hilft es schon, die Kaffeesorte zu wechseln und auf sortenreine, langzeitgeröstete Arabica Kaffees umzusteigen um die Beschwerden zu vermeiden.

Einen von vielen hundert Stoffen entziehen


Koffein ist nur einer von vielen hundert Stoffen im Kaffee und hat keinen direkten Einfluß auf das Aroma oder den Geschmack des Kaffees. Der Koffeingehalt der Kaffeebohnen ist unter anderem von der Anbauhöhe abhängig. Koffein ist das natürliche Abwehrmittel der Kaffeepflanze gegen Fressfeinde und andere Schädlinge. Je höher der Kaffee wächst um so weniger Koffein enthält er. In großen Höhen leben nicht mehr allzuviele Insekten, die der Kaffeepflanze schaden können. Deshalb braucht die Arabica-Pflanze weniger Koffein zu produzieren. Robusta-Kaffees sind Tieflandkaffees - sie wachsen schon ab 200 Meter über NN - und enthalten etwa doppelt so viel Koffein wie die Arabica-Kaffees, die ab etwa 600 Meter über NN angebaut werden. Wenn sie koffeinarme Kaffees bevorzugen, greifen sie zu sortenreinen Hochlandarabicas. Koffeinfreie Kaffees gibt es von Natur aus nicht. Zum Entzug des Koffeins ist immer eine Behandlung des Rohkaffees nach unterschiedlichen Verfahren erfoderlich. Ganz ohne Koffein geht es selbst dann allerdings nicht. Im koffeinfreien Kaffee sind noch 1% Koffein enthalten.

Koffeingehalt und Kaffeezubereitung


Neben der Kaffeesorte wirkt die Art der Kaffeezubereitung auf den Koffeingehalt in der Tasse. Entgegen der landläufigen Meinung enthält ein Espresso eher wenig Koffein. Vor allem, wenn es ein reiner Arabica-Espresso ist. Durch das kurze Extraktionsverfahren wird nur relativ wenig Koffein aus dem Kaffeepulver gelöst. Ausserdem ist die Menge der Flüssigkeit bei einem Espresso deutlich geringer. Ein Espresso, der üblicher Weise einer Menge von ca. 25 ml entspricht, enthält ungefähr 25 bis 30 mg Koffein. In einer 150 ml fassenden Kaffeetasse Filterkaffee sind ungefähr 90 bis 150 mg Koffein enthalten. In einem koffeinfreien Kaffee sind bei dieser Menge rund 1 bis 3 mg Koffein enthalten.

Die folgende Aufzählung soll ihnen einen kurzen Überblick über den Koffeingehalt von Genußmitteln darstellen:
  • Filterkaffee (150 ml) 90 bis 150 mg
  • entkoffeinierter Kaffee (150 ml) ca. 3 mg
  • Espresso Arabica (25 ml) 25 bis 30 mg
  • Espressomischung (25 ml) 50 bis 150 mg
  • Schwarzer Tee (150 ml) 20 bis 60 mg
  • Kakao (150 ml) 2 bis 8 mg
  • Cola (330 ml) 30 bis 60 mg

Die genannten Werte verstehen sich als grobe Richtwerte. Je nach verwendetem Kaffee und der verwendeten Pulvermenge können die Werte deutlich abweichen. Gesundheitlich bedenklich ist das Koffein nicht. Wie immer, macht die Menge das Gift. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat in einer Risikobewertung im Jahr 2015 eine Tagesdosis von 400 mg Koffein für unbedenklich eingestuft. Schwangere und stillende Mütter sollten nicht mehr als die Hälfte der Tagesdosis Koffein zu sich nehmen.

Zusammenfassend kann man festhalten, das der Koffeingehalt im Kaffee von vielen Faktoren abhängig ist. Natürlich sollte man darauf achten, nicht zu viel Koffein zu sich zu nehmen. Auf der anderen Seite ist mir noch kein Fall einer Koffeinvergiftung durch zu hohen Kaffeekonsum bekannt geworden.

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