Wenn man einen Italiener fragt, was einen guten Espresso Cafe ausmacht, bekommt man eine einfache Antwort: „Ein guter Espresso muss schwarz wie die Nacht, heiß wie die Liebe und süß wie das Leben sein.“ Espresso Kaffee ist nicht nur als pures Getränk ein köstlicher Genuss. Auf Espresso Kaffee basieren die meisten trendigen „Kaffeespezialitäten“ die du in jeder guten Caffebar serviert bekommst.
Bei der Espressozubereitung wird heißes Wasser unter hohem Druck durch fein gemahlenen Kaffee gepresst. Dieser Prozess dauert in der Regel nur etwa 25 bis 30 Sekunden und erzeugt einen konzentrierten, intensiven Kaffee mit einer dichten, goldbraunen Crema auf der Oberfläche. Diese Crema ist ein Kennzeichen eines gut zubereiteten Espressos und trägt zu seinem vollen Aroma bei.
Espresso ist nicht nur ein Genuss in seiner puren Form, sondern dient auch als Grundlage für viele beliebte Kaffeespezialitäten wie Cappuccino, Latte Macchiato, Flat White und Americano. Diese Getränke variieren durch den Zusatz von Milch, Wasser oder Schaum und bieten eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen und Texturen.
Für die Zubereitung von Espresso zu Hause sind spezielle Espressomaschinen erforderlich, die den notwendigen Druck erzeugen können. Diese Maschinen gibt es in verschiedenen Ausführungen, von einfachen Siebträgermaschinen bis hin zu vollautomatischen Modellen
Espressokaffee wächst nicht direkt am Baum. Es gibt keine Coffea Espresso. Espressokaffee ist das Ergebnis einer speziellen Zubereitungsmethode von Kaffeebohnen. Der Prozess beginnt mit der Auswahl hochwertiger Rohkaffees, oft einer Mischung aus Arabica und Robusta. Der Espresso Kaffee wird oft dunkler geröstet, um den charakteristischen Geschmack von Espresso zu erzielen. Grundsätzlich kann an jede Kaffeebohne als Espresso verwenden. Der eigentliche Unterschied zwischen Espresso und herkömmlichem Kaffee liegt in der Art der Zubereitung.
Der Begriff Kaffee Espresso stammt aus dem Italienischen und leitet sich vom Verb esprimere ab, was „ausdrücken“ oder „auspressen“ bedeutet. Im Partizip Perfekt wird daraus espresso – also „ausgepresst“ oder „ausgedrückt“.
Im Englischen oder Deutschen wird „Espresso“ manchmal fälschlich mit dem Wort „express“ (schnell) in Verbindung gebracht. Obwohl dieser Zusammenhang assoziativ Sinn ergibt (schnell servierter Kaffee), ist er sprachlich nicht korrekt – die Wurzel liegt eindeutig im lateinischen „exprimere“.
Die Bezeichnung verweist auf die technische Zubereitungsmethode, bei der heißes Wasser unter hohem Druck durch fein gemahlenes Kaffeepulver gebrückt wird. Der Espresso wird auf Bestellung frisch zubereitet. Daher entsteht oft der Eindruck, das Espresso etwas mit der schnellen Zubereitung zu tun hat. Diese doppelte macht den Begriff zu einem treffenden Ausdruck für das Getränk, das heute weltweit für den kurzen, konzentrierten Kaffeegenuss steht.
Seine Wurzeln hat der Espresso in Mailand. Der Espresso wurde nicht von einer einzelnen Person erfunden, sondern entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts in Italien - eng verbunden mit der Entwicklung der Espressomaschine.
1901 meldete der Italiener Luigi Bezzera ein Patent für eine Maschine an, die mit Wasser mit Dampfdruck durch Kaffeepulver presste - das Prinzip der Espressozubereitung war geboren. Nur vier Jahre später kaufte Desiderio Pavoni das Patent von Bezzera und gründete die Firma La Pavoni. Die ersten kommerziellen Espressomsachinen wurden hergestellt und in italienischen Cafes verbreitet. Im Jahr 1947 gab es nochmal einen Quantensprung in der Technik der Espressomaschine. Achille Gaggia entwickelte eine neue Technik mit Kolbendruck statt Dampfdruck. Dadurch entstand das erste Mal die charakteristische Crema auf dem Espresso.
Der Espresso, wie wir ihn heute genießen, ist das Ergebnis technischer Innovationen mehrerer italienischer Pioniere – vor allem Bezzera, Pavoni und Gaggia.
Die Zubereitung von Espresso unterscheidet sich deutlich von anderen Kaffeezubereitungsmethoden und das hat einen großen Einfluss auf Geschmack und Aroma. Beim Espresso wird Wasser mit einem Druck von etwa 9 bar durch sehr fein gemahlenes Kaffeepulver gepresst. Diese hohe Druckeinwirkung extrahiert mehr Öle und Aromen aus dem Kaffee, was zu einem intensiveren und volleren Geschmack führt.
Da die Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffeemehl beim Espresso sehr kurz ist, beträgt sie in der Regel nur etwa 25 bis 30 Sekunden. Dadurch werden weniger Bitterstoffe und Säuren extrahiert, die bei längeren Kontaktzeiten wie beim Filterkaffee entstehen können. Dies resultiert in einem besonders konzentrierten und aromatischen Getränk, das oft in kleinen Mengen, etwa 25 bis 30 Millilitern, serviert wird.
Diese Parameter gelten ganz grundsätzlich und sollten bei der Zubereitung zu einem guten Ergebnis führen. Für den individuellen Geschmack kann man die Werte natürlich variieren. Die häufigste Fehlerquelle für einen nicht wohlschmeckenden Espresso sind neben der falschen Bohnenauswahl, der falsche Mahlgrad. Von daher sollte man die Brühzeit genau im Auge behalten.
Im Kaffeevolautomat wird die Brühzeit trotz feinster Mahlgradeinstellung oft schneller als 30 Sekunden sein. An der Stelle kann man mit der Kaffeemenge experimentieren. Etwas mehr Kaffeepulver wird die Brühzeit verlängern. Dabei sollte man die Crema beobachten. Sie sollte rehbraun gemasert und kräftig sein.
Die 5-M-Regel ist das fundamentale Konzept für eine italienische Espressozubereitung. Nach dieser Regel sind es 5 Faktoren, die den wesentlichen Einfluss auf den Geschmack und den Charakter des Espresso in der Tasse haben.
Für meine Begriffe fehlt noch ein wichtiger Punkt: Das Wasser. Verwende Wasser mit einem Härtegrad von 4-7 dh (Grad deutscher Härte). Das Wasser sollte möglichst ph-neutral sein. Ein zu hoher ph-Wert kann die gewünschten Säuren im Espresso neutralisieren, er schmeckt fad und schwach. Ein zu niedriger ph-Wert kehrt führt zu einem als sauer empfundenen Espresso, weil der hohe Säuregehalt des Wassers die fruchtigen Noten im Espresso überzieht. Ein ph-Wert von 6,5 bis 7,5 führt zu einem sehr guten Ergebnis.